23 Juli, 2013

Was ich werden wollte

"Was ich als Kind werden wollte und was ich nun geworden bin."

Von kindlichen Wünschen bis hin zur aktuellen Wirklichkeit.







Als kleines Mädchen hab' ich damals meine Nase immer ganz tief in Blumen gesteckt und meine Hände am liebsten mit Farbe oder Kleber beschmiert. Ich hab alle schönen Blumen im Garten meiner Oma rausgerupft und ihr dann einen Blumenstrauß gemacht. Ich wollte immer Floristin werden. Oder Blumenstraußmacherin und gleichzeitig Gärtnerin. Aber da war doch was mit Farben. Hätte ich irgendeinen Beruf gekannt als Kind, bei dem man ganz viel bastelt, hätte ich vermutlich gesagt, dass ich am liebsten bastelnde Floristin wäre. Das war natürlich in meiner Kindergartenzeit und in den ersten zwei Grundschuljahren. Und ja, daran erinner ich mich sehr genau! Fast keine Blume war vor mir sicher, wenn ich das Gefühl hatte, dass man daraus einen tollen Strauß machen könnte :D 

Je älter ich wurde, desto toller fand ich meine allererste Lehrerin. Das hat sich dann alles ein bisschen verändert. Ich fand sie so nett und lieb, dass ich mir vorgenommen hatte, selbst einmal eine Vorzeigelehrerin zu sein. Mein Lieblingsspiel war eigentlich nicht Vater, Mutter, Kind, sondern Lehrer und Schüler. Ich hab mein Zimmer umgeräumt, meine Tür zur Tafel umfunktioniert, Aufgaben und Tests entwickelt mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden und ganz viele Zettel mit Klebeband "hingebebbt". Sogar daran erinnere ich mich noch! Und natürlich, dass kaum jemand mitspielen wollte... Meinen Bruder konnte ich nur schwer überreden. Aber ich hatte meinen Spaß dabei. Auch, wenn ich nur Blätter vorbereitet habe und meine Schüler dann Kuscheltiere waren.

Und wisst ihr was? Ich habe mich letzte Woche wirklich für das Grundschullehramt beworben. Ich erkläre einfach gerne, ich mag viele Fächer und komme mit vielen Kindern und Jugendlichen auf Anhieb aus. Mein BOGY hatte ich damals auch in einer Grundschule gemacht. Toll ist da natürlich, dass ich die Kunstprüfung bestanden hab. Das heißt, dass ich Kunst auch als Hauptfach gewählt habe. Farbe, Bleistift und Kleber ich komme! 

Naja, ich weiß nicht, ob ich einen Studienplatz bekomme, aber ich hab' mich darauf beworben.

Ehrlich gesagt stehe ich aber zwischen zwei Berufsfeldern. Einen Kindheitswunsch erfüllen ist zwar schön und gut, aber die Zeiten haben sich auch geändert. Wär hätte damals gedacht, dass man als Jugendlicher schon einen "mobilen Computer" haben wird? Wer hat an digitale Kameras oder Grafiktablets gedacht? Oder gar an Webdesign? Letztes Jahr habe ich mich für einen Studiengang an der Hochschule der Medien in Stuttgart beworben - und ich wurde abgelehnt. Zu viele Bewerber, keine Praxiserfahrung, die ich vorzeigen konnte und ein Abischnitt von 2,2. Dank einem Gespräch mit dem Professor des Studiengangs hab' ich aber Mut gefasst und mich darauf vorbereitet. Mein sechsmonatiges Praktikum bei einem Medienunternehmen habe ich fast hinter mir und ich konnte einige wertvolle Erfahrungen sammeln. Und dieses Jahr versuche ich es einfach wieder. 

Ich könnte Webdesign zum Beruf machen, Layouts gestalten, Plakate und Zeitschriften entwickeln, Marketingstrategien erforschen und meinen Ideen freien Lauf lassen. Ich könnte mich mit meinem Freund zusammenschließen und das Interface seiner programmierten Apps designen!
Ich hätte so viele Möglichkeiten in einer kreativen Branche, die einem so viele Wege bietet.

Könnt ihr das ein bisschen nachvollziehen in welcher Sackgasse ich stecke, falls ich für beides eine Zusage bekomme?

Ich habe mich so in den Studiengang an der HdM in Stuttgart verliebt, dass ich mich letztes Jahr nur darauf beworben habe, weil ich mir sicher war, dass ich es irgendwie schaffe den Platz zu bekommen. Aber mein eigentlicher Plan B mit Grundschullehramt wäre auch toll... 

Ich bin gespannt, wie ich mich entscheiden werde. Im August ist es dann soweit. 
Und das werdet ihr natürlich erfahren.

Den Post von Alexandra von gestern lest ihr hier. Morgen folgt der nächste Beitrag von Elena.


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